Häufig gestellte Fragen
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen einem Stanzwerkzeug und einem Biegewerkzeug?
Stanzwerkzeuge (Schnittwerkzeuge) dienen dem präzisen Trennen von Blechwerkstoffen entlang einer geschlossenen Schnittlinie. Dabei wird das Material durch das Zusammenwirken von Stempel und Matrize (Schnittplatte) abgeschert, sodass beispielsweise Lochungen, Konturen oder Ausschnitte entstehen.
Die erforderliche Schnittkraft hängt im Wesentlichen von Werkstofffestigkeit, Blechdicke und Schnittlinienlänge ab. Die verarbeiteten Materialstärken bei Zweidick reichen dabei von 0,8 mm bis 11 mm.
Typische Bauteile, die mit Stanzwerkzeugen gefertigt werden:
- Kontaktfedern und Anschlussklemmen in der Elektrotechnik
- Lochbleche und Abdeckplatten
- Dichtungen und Flachdichtungen aus Metall
- Unterlegscheiben und Distanzscheiben
- Befestigungslaschen und Haltewinkel
Biegewerkzeuge gehören dagegen zu den Umformwerkzeugen. Sie verändern die Geometrie eines Blechteils durch plastische Verformung entlang einer Biegelinie, ohne dass der Werkstoff getrennt wird. Wichtige Auslegungsparameter sind unter anderem Biegeradius, Rückfederung des Werkstoffs und erforderliche Biegekraft – ebenfalls im Materialstärkenbereich von 0,8 mm bis 11 mm.
Typische Bauteile, die mit Biegewerkzeugen gefertigt werden:
- Gehäuseteile und Abdeckungen für Haushaltsgeräte
- Kabelkanäle und Profilschienen
- Halterungen und Montagewinkel im Fahrzeugbau
- Schaltschrankkomponenten und Einbaurahmen
- Federklammern und Clip-Verbindungen
Beide Werkzeugarten gehören zu den grundlegenden Werkzeugtypen der Blechumformtechnik und werden je nach Bauteilgeometrie und Stückzahl individuell ausgelegt. Stanzwerkzeuge und Biegewerkzeuge gehören zum Standard-Portfolio von Zweidick Werkzeugbau und werden passgenau auf Ihre spezifischen Anforderungen konstruiert und gefertigt.
Was ist ein Transferwerkzeug und wann wird es eingesetzt?
Beschreiben Sie den Artikel oder beantworten Sie die Frage, sodass interessierte Besucher der Website weitere Informationen erhalten. Sie können diesen Text mit Aufzählungszeichen sowie kursiver oder fetter ScEin Transferwerkzeug ist ein mehrstufiges Umform- oder Schneidwerkzeug, bei dem die einzelnen Bearbeitungsschritte in mehreren hintereinander angeordneten Werkzeugstationen stattfinden.
Im Gegensatz zum Folgeverbundwerkzeug verbleibt das Werkstück nicht im Band, sondern wird nach jedem Hub durch ein mechanisches Transfersystem von Station zu Station umgesetzt, beispielsweise durch Formgreifer, Balkentransfer oder Schlepptransfer.
Transferwerkzeuge kommen branchenübergreifend zum Einsatz:
- bei mittleren bis großen Bauteilen
- bei komplexen Umformfolgen
- wenn ein Streifenverbund aufgrund der Bauteilgeometrie oder -dimensionen nicht möglich oder unwirtschaftlich ist
Typische Bauteile, die mit Transferwerkzeugen gefertigt werden:
- Strukturbauteile und Verstärkungen in der Fahrzeugkarosserie
- Große Gehäusehälften für Haushaltsgeräte (z. B. Waschmaschinentrommel-Komponenten)
- Motorträger und Querträger im Automobilbau
- Sitzschienen und Sitzgestell-Komponenten
- Großflächige Abschirmbleche und Hitzeschutzschilde
Das größte Transferwerkzeug, das Zweidick Werkzeugbau bisher realisiert hat, war 5 Meter lang.
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Was ist ein Folgeverbundwerkzeug?
Folgeverbundwerkzeuge repräsentieren die Königsklasse der Stanztechnik und sind ein Werkzeug zur wirtschaftlichen Großserienproduktion von Stanz- und Umformteilen aus Band- oder Streifenmaterial.
Das Blechband wird bei jedem Pressenhub um eine definierte Teilung weitertransportiert, während in den einzelnen Stationen nacheinander unterschiedliche Arbeitsschritte stattfinden, beispielsweise:
- Lochen
- Ausschneiden
- Prägen
- Biegen
Alle Arbeitsschritte erfolgen innerhalb eines Werkzeugs, sodass das fertige Bauteil am Ende des Werkzeugdurchlaufs aus dem Streifen getrennt wird. Typische Hubzahlen liegen bei 25–30 Hüben pro Minute, bei optimierter Auslegung sind auch 60–70 Hübe pro Minute erreichbar.
Typische Bauteile, die mit Folgeverbundwerkzeugen gefertigt werden:
- Steckverbinder und Kontaktpins für die Elektronikindustrie
- Lamellenpakete für Elektromotoren und Transformatoren
- Karosserie-Kleinteile wie Clips, Haltefedern und Befestigungselemente
- Schließmechanismen und Scharnierteile
- Kühlrippen und Wärmeleitbleche
Ein wesentliches Konstruktionsmerkmal ist die präzise Führung und Positionierung des Streifens, da sie die Maßhaltigkeit des Bauteils entscheidend beeinflusst. Bei der Konstruktion berücksichtigt Zweidick Werkzeugbau komplexe Faktoren wie die Werkzeugbewegung, den Verlauf der Kräfte, die exakte Platinenpositionierung sowie die Verformung im Streifenverbund.
Was versteht man unter einem Ziehwerkzeug?
Ein Ziehwerkzeug wird für das Tiefziehen von Blechen eingesetzt. Ein Verfahren, mit dem sich aus flachen Blechzuschnitten nahtlos komplexe, dreidimensionale Geometrien formen lassen.
Beim Tiefziehen wird ein ebener Blechzuschnitt durch einen Ziehstempel in eine Matrize gezogen, während ein Niederhalter den Werkstofffluss kontrolliert. Dadurch entstehen nahtlose Hohlkörper oder komplexe dreidimensionale Formen, ideal für Bauteile, die eine hohe strukturelle Integrität bei minimalem Materialeinsatz erfordern.
Typische Bauteile, die mit Ziehwerkzeugen gefertigt werden:
- Spülbecken und Kochgeschirr in der Haushaltsgeräteindustrie
- Kraftstofftanks und Ölwannen im Automobilbau
- Gehäuse für Elektromotoren und Generatoren
- Reflektoren und Lampenschirme aus Metall
- Medizintechnische Behälter und Instrumentenschalen
- Druckbehälterböden und Flaschenhülsen
Wichtige Einflussgrößen sind unter anderem:
- Ziehkraft
- Ziehspalt
- Ziehkantenradius
- Blechhalterdruck
- Schmierung des Werkstoffs
Diese Parameter bestimmen maßgeblich die Qualität und Rissfreiheit des Ziehteils.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich ein Serienwerkzeug?
Ein Serienwerkzeug rechnet sich in der Regel ab einer Stückzahl von ca. 10.000 Bauteilen pro Jahr. Darüber hinaus bietet Zweidick Werkzeugbau flexibel auch die Konstruktion und Fertigung von Prototypen, Nullserien und Kleinserien an, sodass wir Sie in jeder Projektphase wirtschaftlich optimal begleiten können.
Was ist Drahterodieren und welche Toleranzen sind möglich?
Das Drahterodieren (Wire EDM) ist ein hochpräzises Verfahren der Funkenerosion. Vereinfacht erklärt: Ein feiner, elektrisch geladener Draht fährt durch das Werkstück. Dabei springen unzählige winzige Funken über, die mikroskopisch kleine Krater in das Material schlagen und es so extrem präzise durchtrennen. Der gesamte Prozess findet in einem Wasserbad (Dielektrikum) statt, das das Material kühlt und die abgetragenen Partikel sofort in die Filteranlagen abtransportiert.
Besonderheit: Gehärtete Stähle werden beim Drahterodieren sogar bevorzugt bearbeitet, da das Verfahren materialunabhängig von der Härte arbeitet. Mit dem modernen Maschinenpark von Zweidick Werkzeugbau (u. a. Sodick und Mitsubishi) erreichen wir Toleranzen von bis zu 0,001 mm bei einer maximalen Werkstückhöhe von 300 mm.
Was ist der Unterschied zwischen 3-Achs- und 5-Achs-Fräsen?
Beim Fräsen wird ein rotierendes Werkzeug (der Fräser) durch das Material geführt, um es in die gewünschte Form zu bringen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, aus wie vielen Richtungen das Werkzeug ans Bauteil heranfahren kann:
3-Achs-Fräsen: Der Fräser bewegt sich entlang von drei Richtungen, links/rechts, vor/zurück und oben/unten (X, Y, Z). Das ist ideal für Standardbauteile und Großteile. Auf den 3-Achs-Bearbeitungszentren von Zweidick Werkzeugbau erreichen wir Verfahrwege von bis zu 4.500 × 1.250 mm und bearbeiten Werkstoffe wie Werkzeugstahl (1.2730, 1.2379), Edelstahl, Baustahl und Aluminium.
5-Achs-Fräsen: Zwei zusätzliche Rotationsachsen ermöglichen es, dass das Werkzeug (oder der Tisch) sich drehen und kippen kann. Das bedeutet: Das Bauteil muss nicht mehr manuell umgespannt werden, um es von verschiedenen Seiten zu bearbeiten, alle Seiten werden in einer einzigen Aufspannung gefräst. Das spart Zeit, erhöht die Präzision und ermöglicht Geometrien, die mit 3 Achsen schlicht nicht erreichbar wären. Auf dem 5-Achs-CNC-Zentrum (Hedelius) bearbeiten wir Bauteile bis 400 × 400 × 500 mm bzw. einem Störkreis von 500 mm. Dank der integrierten Palettenautomation mit 22 Paletten und 24 Schraubstöcken läuft die Maschine auch nachts und am Wochenende vollautomatisch, ohne dass ein Bediener anwesend sein muss (sogenannte „Geisterschichten").
Was ist Wasserstrahlschneiden und welche Materialien können bearbeitet werden?
Das Wasserstrahlschneiden ist ein Kaltschneideverfahren, das mit einem Hochdruckwasserstrahl von 3.500 bar und Abrasivsand arbeitet. Der entscheidende Vorteil gegenüber Laser oder Plasma: Es entstehen keinerlei thermische Spannungen oder Gefügeveränderungen im Material, ideal für hitzeempfindliche oder hochwertige Werkstoffe.
Zweidick Werkzeugbau schneidet folgende Materialien bis zu einer Dimension von 3.500 × 2.000 × 150 mm:
- Stahl und Edelstahl
- Kunststoffe und Acryl
- Gummi und Faserverbundwerkstoffe
- Keramik, Glas und Stein
Die erreichbare Schnittgenauigkeit liegt bei ± 1,5 mm, wobei dünnere Materialien präziser geschnitten werden als dickere (bei großen Materialstärken verläuft der Schnitt leicht konisch). Materialien, die Wasser aufsaugen (z. B. unbehandeltes Holz oder Papier), sind für dieses Verfahren weniger geeignet.
Was ist Reverse Engineering und wann macht es Sinn?
Reverse Engineering bezeichnet die Digitalisierung physischer Bauteile mittels 3D-Scan-Technologie (Artec Space Spider). Der Service ist ideal, wenn keine CAD-Daten mehr vorhanden sind. Der Scanner liefert präzise STL-Daten, wobei die Genauigkeit bei größeren Bauteilen leicht abnimmt, je nach Anwendungszweck ist dies jedoch vollkommen ausreichend. Darüber hinaus nutzt Zweidick Werkzeugbau den 3D-Scanner für Flächenrückführung und präzise Soll-Ist-Vergleiche in der Qualitätssicherung.
Was bedeutet Palettenautomation in der CNC-Fertigung?
Palettenautomation bedeutet, dass Werkstücke vollautomatisiert in die Fräsmaschine eingewechselt werden. Die 5-Achs-Anlage von Zweidick Werkzeugbau verfügt über 22 Paletten und 24 Schraubstöcke mit einer maximalen Bauteilgröße von 400 × 400 × 500 mm pro Palette. Dies entkoppelt die Maschinenlaufzeit vollständig von der Anwesenheit eines Bedieners und ermöglicht eine hochwirtschaftliche, vollautomatisierte Fertigung, auch über Nacht und am Wochenende.
Was bedeutet die DIN EN ISO 9001:2015 Zertifizierung?
Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 belegt, dass Zweidick Werkzeugbau strenge, international anerkannte Qualitätsnormen einhält, geprüft durch jährliche externe Audits. Der Geltungsbereich umfasst die Herstellung von Stanz-, Biege-, Zieh- und Folgeverbundwerkzeugen sowie die Fertigung von Stanzteilen. Diese Norm ist ein wesentlicher Schlüsselfaktor für die Zulassung als zuverlässiger Lieferant für anspruchsvolle Industriebranchen wie die Automobil- und Elektronikindustrie.
Welche Toleranzen sind im Werkzeugbau möglich?
Im Bereich der Drahterosion erreicht Zweidick Werkzeugbau Toleranzen von bis zu 0,001 mm. Für die Qualitätsprüfung setzen wir dabei auf den hochpräzisen 3D-Scanner (Artec Space Spider) für Soll-Ist-Vergleiche, eine moderne Alternative zur klassischen Koordinatenmessmaschine.
Was ist ein Tryout und warum ist er wichtig?
Der Tryout ist die entscheidende Abstimmungsphase, in der Werkzeuge auf einer Presse unter seriennahen Bedingungen eingefahren und tuschiert werden, bis jedes Detail perfekt passt. Zweidick Werkzeugbau führt Tryouts inhouse auf der 250-Tonnen-Exzenterpresse (Raster) oder der 300-Tonnen-Probierpresse (Müller) durch. Für Werkzeuge mit höheren Presskraftanforderungen (über 300 Tonnen) greifen wir auf die 600-Tonnen-Anlage unseres Partners zurück.
Für welche Branchen produziert Zweidick Werkzeugbau?
Zweidick Werkzeugbau ist stark verwurzelt in der hochpräzisen Fertigung für die Automobil-, Haushaltsgeräte- und Elektronikindustrie. Darüber hinaus bedienen wir erfolgreich Kunden aus der Medizintechnik, Luftfahrt und allgemeinen Industrie. Durch die Einführung des Wasserstrahlschneidens erschließen wir zudem neue Märkte wie das Bauwesen und die Werbetechnik.
Welche Materialien können verarbeitet werden?
Im klassischen Werkzeugbau ist Zweidick Werkzeugbau spezialisiert auf:
- Werkzeugstahl (1.1730, 1.2379)
- Edelstahl und Baustahl
- Titanlegierungen und Aluminium
Dank der Wasserstrahlschneidanlage erweitern wir unser Portfolio auf nahezu jedes Material, von Kunststoffen und Verbundwerkstoffen bis hin zu Keramik und Glas.
Können auch Kleinserien und Einzelteile gefertigt werden?
Ja, absolut, und das ohne Mindestauftragsgröße. Das Leistungsportfolio von Zweidick Werkzeugbau umfasst neben Großserienwerkzeugen explizit den Prototypen- und Vorrichtungsbau sowie die flexible Fertigung von Null- und Kleinserien. Freie Maschinenkapazitäten bieten wir zudem als Lohnfertiger an (Fräsen, Erodieren, Wasserstrahlschneiden).
Was ist der Overnight-Reparaturservice?
Um bei Werkzeugbrüchen oder Änderungswünschen blitzschnell reagieren zu können, hält Zweidick Werkzeugbau konstant einen Puffer von ca. 8 Tonnen Werkzeug- und Baustahl auf Lager. Dieser Service ist auch am Wochenende verfügbar. Bestellungen können jederzeit eingehen, die Umsetzung erfolgt nach Kapazitätsabstimmung. Diese permanente Materialverfügbarkeit macht uns zum verlässlichen Notfallpartner für produzierende Unternehmen.
Welche CAD-Datenformate werden akzeptiert?
Zweidick Werkzeugbau akzeptiert alle gängigen offenen Dateiformate, insbesondere STEP, DXF und IGES. Darüber hinaus können wir auch CATIA-Dateien direkt einlesen. Haben Sie keine CAD-Daten? Kein Problem unser 3D-Scan-Service erstellt die benötigten Daten aus Ihrem physischen Bauteil.
Liefert Zweidick Werkzeugbau auch ins Ausland?
Ja, Zweidick Werkzeugbau beliefert Kunden in der gesamten EU, nicht nur im DACH-Raum. Für schnelle und sichere Direktlieferungen verfügen wir über einen eigenen Fuhrpark inklusive eines 3,5-Tonnen-LKW.
Was passiert, wenn ich keine CAD-Daten meines Bauteils mehr habe?
Kein Problem. Der hauseigene 3D-Scan-Service von Zweidick Werkzeugbau (Artec Space Spider) digitalisiert Ihr physisches Bauteil präzise und erstellt die benötigten STL-Daten für Fertigung, Rekonstruktion oder Optimierung, vollständig im Haus, ohne externe Dienstleister.
Kontakt
Geschäftsführer
Eduard Zweidick & Florin Zweidick
Zweidick Werkzeugbau GmbH
An der Gernsbach 25
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